Palliative Arbeit – Begleitung alter Menschen am Lebensende

In Altenpflegeeinrichtungen und in der häuslichen Pflege kommt den betroffenen alten Menschen noch zu wenig palliative Hilfe und Sterbebegleitung zugute. Das liegt auch daran, dass viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der stationären und ambulanten Altenhilfe nicht über spezielle, für die Begleitung alter Menschen geeignete Fachkenntnisse verfügen. Palliative Care ist noch allzu häufig auf die Anwendung durch Spezialisten angewiesen, so dass sich eine palliative Arbeit dort, wo alte Menschen leben und sterben, noch nicht durchsetzen konnte. Dies gilt insbesondere für die wachsende Gruppe der Demenzkranken, die mittlerweile über die Hälfte der Bewohnerschaft von stationären Altenpflegeeinrichtungen ausmacht, und die eine spezifische Form der Palliativbetreuung benötigt.

Hinweis: Die Fortbildung findet an vier verschiedenen Terminen von jeweils 09.-13 Uhr statt.

Inhalte:

Tag 1

  • Einführung in die Fortbildung „Palliative Arbeit“
  • Begriffsdefinitionen „Palliative Praxis“, was ist palliative Geriatrie?
  • Bedeutung der Biografie, Angehörige als Adressaten von Palliative Care

Tag 2

  • Kontakt und Kommunikation mit  demenziel erkrankten Menschen
  • Schmerz (erleben)
  • Interprofessionelle Zusammenarbeit

Tag 3

  • Symptomkontrolle
  • (Ethische) Fallbesprechungen

Tag 4

  • Patientenwille und Fürsorglichkeit
  • Therapie, Pflege und Begleitung in der Sterbephase
  • Abschied und Trauer
  •  Selbstpflege, Burnout-Vermeidung

Methoden:      

Die Fortbildung setzt auf aktives Lernen mit der Storyline Methode. Dies bedeutet Eigenaktivität der Teilnehmenden, Verbindung von kognitiven und emotionalen Lernzielen (z.B. simulierte Handlungssituationen, Rollenspiel), Berücksichtigung verschiedener Lernkanäle, beispielsweise kinästhetisch über Berührung, auditiv über Musik, Visualisierung der Arbeitsergebnisse mit Flip-Chart, Moderationskarten, Zeichnungen, Listen, Mindmaps, Fotoprotokoll etc.; Sowohl Methoden als auch Sozialformen (Gruppenarbeit, Einzelarbeit, Plenum, Partnerarbeit) werden  immer wieder gewechselt. Im Sinne einer offenen Feedbackkultur sollen und dürfen die Teilnehmenden die Fortbildung regelmäßig bewerten (Strukturierte Punkteabfrage, Abschlussblitzlicht).

Referent/in:

Karin Ickes
Krankenschwester, Lehrkraft für Pflege, Ausbilderin für 1. Hilfe des Malteser Hilfsdienstes, lizensierte Moderatorin für „Palliative Praxis“ nach der Robert Bosch Stiftung
Zielgruppe:

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der sozialen Betreuung, Betreuungskräfte 43b Pflegeassistenten/innen, Pflegehelfer/innen und Alltagsbegleiter/innen in der stationären und ambulanten Altenpflege
Wichtiges auf einen Blick
Ort
Main-Kinzig-Akademie für Gesundheit und Pflege
Fort- und Weiterbildungsinstitut
Zum Wartturm 9, 63571 Gelnhausen

Anmeldung/Reser­vierung